Dieser Artikel ist auch als Lesung verfügbar.

Das solltest du wissen, bevor du einen Imagefilm produzieren lässt

Was ist ein Imagefilm?

Viele Menschen denken beim Imagefilm vermutlich an den leider weit verbreiteten Klassiker: Ein Filmchen portraitiert die Firma und langweilt den Zuschauer mit Details, den typischen Aufnahmen der Räumlichkeiten und Mitarbeiter. Zugegeben, diese Beschreibung ist nicht sonderlich schmeichelhaft, aber wir alle kennen diese Form der Image- bzw. Industriefilme. Aber nur weil der Mitbewerber dieses Format für geeignet hält, müsst du nicht denselben Film nachproduzieren. Es geht nämlich besser!

Mir zeigt ein solches Video vor allem eins: Hier wurde nicht werblich und – noch viel schlimmer – nicht gehirngerecht vorgegangen.

Es steckt ja eigentlich schon im Namen: Das Image. Ein Imagefilm soll demnach vor allem das Firmenimage aufbessern und deine Marke und vielleicht auch noch Produkt bekannter machen. Das ist die eigentliche Aufgabe des Formats. Und damit folgt auch der Imagefilm der universellen Regel der Werbung: Bevor ich Information transportiere, muss ich zunächst Aufmerksamkeit und Emotion erzeugen. Mehr zu diesen extrem wichtigen Grundlagen der Werbung erkläre ich in diesem Video.

Wieso ist Video Marketing grundsätzlich sinnvoll?
Zwei Argumente von vielen:

  • Die Performance von Video Content auf Social Media ist ungeschlagen: Je nach Portal meist weit vor Text- und Bilduploads. Bei Facebook haben Videos 135% mehr organische Reichweite als Fotos.
  • Eine Website mit Videos erhält in der Regel bessere SEO-Rankings, bis hin zu einer prominenten Startseitenplatzierung bei Google.

Dreharbeiten zu einem Image- und Werbefilm in einer Lackerierei.

Ein Beispiel zum Einstieg

Unternehmens- bzw. Imagefilm von EDEKA aus dem Jahr 2017.

Hier nun das, was man erwarten würde. Der EDEKA Unternehmensfilm von 2017. Professionell und solide produziert von einer Produktionsfirma aus Düsseldorf.

Klar zu erkennen: Auch wenn dieses Video auf dem offiziellen YouTube Kanal von EDEKA zu finden ist, richtet sich dieses Video nicht an die Endkunden von EDEKA.

Darüber wie und wo der Konzern diesen Imagefilm einsetzt, kann ich nur mutmaßen. Ich tippe auf die Partnergewinnung und zur internen Kommunikation.

Portrait von Sebastian Ingenfeld Filmemacher

von Sebastian Ingenfeld

Diplom der Filmakademie Baden-Württemberg

+49 (0)69 2013 69 60

hi@sebastian-ingenfeld.com

Image- und Werbefilme der Großen

Informationsanteil hinten anstellen

Jetzt mal ehrlich? Hast du dir den gesamten Unternehmensfilm von EDEKA angeschaut? Was sagt das über das gewählte Format für dich aus?

Orientiert man sich an Imagekampagnen für Endkunden, fällt eines auf: In erfolgreichen Image- und Werbefilmen erzählen Konzerne oftmals gar nichts über sich. Natürlich sind hier die Grenzen zum Werbefilm auch gern fließend, der informative Portraitcharakter des klassischen Unternehmensfilms rückt in den Hintergrund. Schau dir nur den EDEKA-Weihnachtsclip von 2015 an.

64 Millionen Aufrufe und über 600.000 Daumen hoch. Hierbei ist zu beachten, dass dieser imagestärkende Werbefilm zwar aktiv beworben wurde, ein Großteil der Klicks allerdings organisch sind.

Aber wie funktionieren solche Filme? Es geht hier eigentlich erst mal gar nicht ums Unternehmen, stattdessen wird eine Geschichte erzählt. Diese ereugt vor allem Emotion. Und der Imagefilm hilft dabei, diese subtil mit der Marke zu verknüpfen.

Der große Vorteil, wenn es gut gemacht ist: Aufmerksamkeit und Emotion sind abgehakt und, wenn es perfekt gemacht ist, wird der Film zum Selbstläufer. Ein Imagefilm der viral geht? Ganz große Kunst. Aber auch ein Ziel was es sich lohnt anzustreben.

Vertriebliches Texten sollte man sich verkneifen

Am Ende des Tages ist ein Imagefilm ein Tool, welches langfristig deine Marke stärkt und unter Umständen kaum kurzfristige und unmittelbar messbare Resultate bringt. Genau aus diesem Grund ist auch vertriebliches Offtexten in einem Imagefilm oftmals der Nagel zum Sarg, der unmittelbar werbliche Aspekt sollte untergeordnet werden.

Authentisch und glaubwürdig bleiben, Neues wagen

Natürlich gilt nicht nur für den Imagefilm: Neben Authentizität und Glaubwürdigkeit gehört zu gutem Video Content der Unterhaltungsfaktor. Und auch der Mut, Neues auszuprobieren.

Man merke: Jede Abweichung von der Norm erzeugt auch Aufmerksamkeit – und das ist gut! Je gewagter allerdings die Werbemaßnahme, desto höher ist auch die Quote der Menschen, die dir aussteigen. Deshalb sollte man sich niemals nur auf ein Werbemittel verlassen.

Ein Social-Media… / Musikvideo… / Werbe-Dings-bums von EDEKA.

Klare Marketingziele und fließende Genregrenzen

Wichtig für den Filmemacher ist vor allem eins: Dein Marketingziel. Erfolgreiche Beispiele zeigen, dass eine kreative Mischung der Genres in der Praxis durchaus funktionieren kann. So darf sich ein Imagefilm auch gern mal dem Werbefilm annähern.

Wenn du deine Marke stärken oder den Bekanntheitsgrad deines Unternehmens steigern möchtest, einen unterhaltsamen Imagefilm im B2B-Bereich einsetzen willst, oder potentielle neue Mitarbeiter einen Eindruck von Look&Feel deines Unternehmens bekommen sollen, könnte der Imagefilm tatsächlich was für dich sein. Dann lass uns über deine Ziele und Ideen sprechen!

Und nun Butter bei die Fische: Es folgen nun einige essentiellen Fragen, die du unbedingt für dich und mich klären solltest, wenn du einen Imagefilm planst.

Ein Industriefilm wie am Anfang dieses Artikels beschrieben ist dann sicher nicht das richtige Medium. Wieso sollte ein potentieller Kunde sich einen 3-Minüter über das Innenleben und die Geschichte deiner Firma anschauen wollen? Vielleicht brauchst du doch eher einen Werbefilm, Werbespot oder zumindest einen stark emotionalisierenden Imagefilm.

Natürlich sollte im B2B Bereich auch filmisch anders gearbeitet werden als in der direkten Kommunikation mit Verbrauchern. Aber trotzdem sollte man nicht vergessen: Auch der B2B-Kunde ist ein Mensch und auch dieser braucht eine gehirngerechte Ansprache.

Die Antwort „Homepage“ ist dabei keine qualifizierte Antwort. Denn ein Imagefilm auf der Startseite sollte anders aufgebaut sein, als ein Imagefilm der beispielsweise innerhalb eines Karriereportals eingebettet ist. Zu erwarten, dass jeder Imagefilm auch gleichzeitig auf Social Media Kanälen performt, wäre kühn.

Hast du überhaupt ein direktes Marketingziel? Ist das Ziel Markenstärkung und -bindung? Oder produzierst du nur, weil dein Mitbewerber einen Imagefilm hat?

Definiere eine Kernbotschaft für dein Projekt. Was möchtest du mit deinem Film aussagen und was könnte ein Leitthema sein? Welche Alleinstellungsmerkmale machen dein Angebot besonders und würden sich in deinem Film gut machen?

Unverbindlich kontaktieren!

Imagefilmproduktion

Wie gehen wir vor?

  • Wir sprechen am Telefon oder haben ein Meeting, bei dem du mich unfassbar sympathisch und kompetent findest.

  • Du definierst deine Ziele, deinen Bedarf und die Herausforderungen. Was muss der Imagefilm leisten?

  • Wir besprechen deine Budgetvorstellungen.

  • Ich lerne dein Unternehmen und die Sprache deiner Firma etwas genauer kennen, um inhaltlich besser auf euch eingehen zu können.

  • Ich erstelle ein Konzept inkl. Kostenvoranschlag und mache Vorschläge zur Platzierung und Vermarktung.

  • Du sagst sowas wie: „Das Konzept ist super und das Budget passt!“

  • Ich setze das Projekt für dich um. Du bekommst einen neuen Imagefilm!

Sebastian Ingenfeld

Diplom der Filmakademie Baden-Württemberg

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